Rebecca Blanz
Die Spielzeit 2026/27 führt Rebecca Blanz zu ihrem ersten War Requiem von Britten und zu Beethovens 9. Sinfonie, beides mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, sowie als Jungfer Marianne Leitmetzerin in Strauss‘ Rosenkavalier zurück ans Pfalztheater Kaiserslautern.
Die junge Sängerin ist dem Nationaltheater eng verbunden.
Von 2021 bis 2023 war die Sopranistin Mitglied des Internationalen Opernstudios. Sie sang hier Partien von Mozart über Wagner bis zur Moderne – darunter Ortlinde (Die Walküre), Wellgunde (Das Rheingold / Götterdämmerung) und die Dritte Norn (Götterdämmerung), mit der sie auch ihr Südkorea-Debüt gab, sowie eine Stimme in Rihms Jakob Lenz.
Seither ist sie freischaffend tätig und gastierte unter anderen an der Deutschen Oper am Rhein, am Pfalztheater Kaiserslautern und am Theater Heidelberg. Bereits direkt nach ihrem Studium ging sie mit dem Teatro alla Scala Milano als 1. Dame (Zauberflöte) auf Chinatournee.
Sie arbeitete mit Regisseurinnen und Regisseuren wie Barbora Horáková, Calixto Bieito, Markus Bothe, Peter Stein und Jossi Wieler & Sergio Morabito, sowie mit Dirigenten wie Diego Fasolis, Michael Francis, Alexander Soddy und Daniele Squeo.
Ihr Kernrepertoire liegt im deutschen romantischen Fach, reicht aber von Mozart und Gustav und Alma Mahler bis zu Schönberg und zur Musik der Gegenwart: Komponisten wie Marios Joannou Elia, Max-Lukas Hundelshausen und Leonard Küßner haben ihr Werke gewidmet, die sie auch uraufführte. Als Konzert- und Liedsängerin verbindet sie eine Zusammenarbeit u.a. mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Staatsorchester Braunschweig oder dem Neuen Orchester Basel; sie sang im Wiener Musikverein, im Stadtcasino Basel, der Philharmonie Essen und in der Stuttgarter Liederhalle ebenso wie in den Domkirchen zu Essen, Speyer, Trier und Würzburg. Die Rheinpfalz beschrieb ihre Stimme als „glutvoll leuchtenden Sopran“ mit „stets präsentem gestalterischem Willen“.
2025 wurde sie als erste Nicht-Italienerin 1. Preisträgerin des Concorso Lirico Internazionale „Cloe Elmo“. Sie ist Stipendiatin des Cusanuswerks und des Richard-Wagner-Verbands Wien und erhielt den Kulturpreis der Hauck-Aufhäuser-Stiftung Frankfurt. Ihre Diskografie umfasst Aufnahmen für NAXOS, Oehms Classics, cpo, encora und around; Anfang 2027 nimmt sie ihr erstes Soloalbum auf.
Im Rheinland geboren, begann Rebecca Blanz ihr Gesangsstudium mit 17 Jahren im Jungstudierendeninstitut der Hochschule für Musik Detmold, wo sie heute selbst unterrichtet. Ihr Bachelorstudium in Detmold und ihr Masterstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien schloss sie jeweils mit Auszeichnung ab, ergänzt um einen Master in Musikwissenschaft an der Universität zu Köln. Prägende künstlerische Impulse erhielt sie durch die Arbeit mit Helmut Deutsch, Gabriele Fontana, Robert Holl, Thomas Quasthoff, Claudia Visca und Linda Watson.